Ali Al-Saidi, Premierminister des Irak, kam am Montag, den 23. September, mit einem herzlichen Empfang durch französische Beamte in Frankreich an und traf sich im Élysée-Palast mit Emmanuel Macron, dem Präsidenten Frankreichs. Dieser Besuch, der als Al-Saidis erster europäischer Besuch gilt, erfolgt im Rahmen der Bemühungen des Iraks, die internationalen Beziehungen zu erweitern und ausländische Investitionen anzuziehen.
Ziele und Vereinbarungen
Ein Tag vor diesem Treffen erläuterte Haidar Abadi, der Sprecher der irakischen Regierung, die Ziele dieses Besuchs. Laut veröffentlichten Erklärungen werden während des Besuchs in Frankreich Vereinbarungen in den Bereichen Investitionen, Energie, Industrie, Handel, Technologie, Bildung, Kultur und Infrastruktur unterzeichnet. Diese Vereinbarungen sind darauf ausgelegt, die strategische Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern zu stärken.
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Danach wird Al-Saidi nach Berlin reisen, um seine Gespräche zur Erweiterung der strategischen Partnerschaften des Iraks fortzusetzen. In diesem Zusammenhang sagte er: „Der Irak muss seinen Platz in den internationalen Beziehungen zurückgewinnen und die Beziehungen zu anderen Ländern auf der Grundlage gemeinsamer Interessen aufbauen.“
Irak und sicherheitspolitische Herausforderungen
Dieser Besuch findet zu einem Zeitpunkt statt, an dem der Irak bestrebt ist, seine internationalen Beziehungen auszubauen. Diese Bemühungen erfolgen gleichzeitig mit der Wiederherstellung der Rolle der internationalen Koalition gegen den IS und den Bemühungen der irakischen Regierung, die Sicherheit und Souveränität zu stärken, die Milizen zu entwaffnen und das Waffenmonopol in die Hände des Staates zu legen. In diesem Zusammenhang spielt Frankreich als historischer Partner mit gemeinsamen politischen, sicherheitspolitischen und wirtschaftlichen Interessen eine wichtige Rolle.
Die Wahl von Paris als Ausgangspunkt von Al-Saidis Reise nach Europa ist nicht ohne Grund. Frankreich war in der Vergangenheit der wichtigste Handelspartner des Iraks in der Europäischen Union und hatte eine lange politische und wirtschaftliche Zusammenarbeit mit der Regierung von Saddam Hussein. Andererseits findet Al-Saidis Reise nach Frankreich im Schatten der Verbesserung der Beziehungen zwischen Paris und Damaskus sowie dem Empfang von Ahmad al-Shara, dem Präsidenten Syriens, in Paris statt; ein Schritt, der die Bemühungen Macrons zur Stärkung der französischen Präsenz in der Region zeigt.
Der Irak bemüht sich, nach den USA seine Beziehungen zu westlichen Ländern, insbesondere zu Frankreich und Deutschland, aufzubauen. Die Agenda von Al-Saidis Reise nach Frankreich zeigt ein breites Spektrum gemeinsamer Interessen beider Länder. Der Irak benötigt französische Investitionen und Expertise in den Bereichen Energie, Infrastruktur, Verkehr, Wasser und Gesundheit, während Frankreich den Irak als wachsenden Markt und wichtigen Partner in Fragen der Energie und regionalen Stabilität sieht.
Schließlich hat das Präsidialamt Frankreichs angekündigt, dass Macron und Al-Saidi über die Auswirkungen regionaler Instabilität auf den Handel und die Energieversorgung diskutieren und sich bemühen werden, die irakischen Ölexporte so wieder aufzunehmen, dass der Druck auf die Energiemärkte verringert und die irakische Wirtschaft unterstützt wird.
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