Ali Al-Saidi, der Premierminister des Iraks, betonte in einem Artikel für die französische Zeitung „Le Figaro“ die Bedeutung der Beziehungen des Iraks zu den Ländern der Region und international und erklärte, dass dieses Land eine wirksame Rolle bei der Verringerung von Spannungen und der Wiederherstellung von Frieden spielen kann.
Historische Beziehungen und strategische Partnerschaft mit Frankreich
Al-Saidi bezeichnete die Beziehungen zwischen dem Irak und Frankreich als auf historischen Bindungen und einer echten strategischen Partnerschaft in den Bereichen Wirtschaft, Energie, Industrie und Kultur basierend. Sein kürzlicher Besuch bei Emmanuel Macron, dem Präsidenten Frankreichs, sei eine Gelegenheit, diese Beziehungen auf der Grundlage gemeinsamer Interessen neu zu definieren.
Der Premierminister des Iraks erklärte außerdem, dass sein Land bestrebt sei, ein neues Kapitel in seinen Beziehungen zu eröffnen, in dem es als aktiver Partner auftritt und nicht als Land, das nach Forderungen oder dem politischen Schutz anderer sucht.
Bemühungen zur Eindämmung von Spannungen
Al-Saidi hielt die Reisen nach Frankreich und Deutschland unter den gegenwärtigen Bedingungen in der Region für wichtig und betonte die Notwendigkeit regionaler, europäischer und internationaler Bemühungen zur Eindämmung von Spannungen. Er stellte fest, dass der Irak heute stärker, stabiler und souveräner ist und daher ein wirksamer Partner für Frankreich und Europa sein kann.
Der Premierminister des Iraks betonte auch die Auswirkungen der Krise im Hormuskanal auf sein Land und sagte, dass diese Krise direkt die Fähigkeit des Iraks zur Ölexport, den Handelsfluss und die Stabilität der Staatseinnahmen beeinflusst hat. Er fügte hinzu, dass die Interessen Europas an der Stabilität des Iraks untrennbar mit den wirtschaftlichen und sicherheitspolitischen Interessen dieser Länder verbunden sind und Investitionen in einen stabilen, sicheren und souveränen Irak positive Auswirkungen auf die Wirtschaft und Sicherheit der europäischen Länder haben werden.
Kontrolle von Waffen und nationale Sicherheit
Al-Saidi betonte auch, dass die Kontrolle über Waffen durch den Staat nicht als Konfrontation mit irgendeiner Seite zu verstehen ist, sondern eine grundlegende Voraussetzung für den Aufbau eines integrierten Staates darstellt, in dem es keine rivalisierenden Macht- und Entscheidungszentren gibt. Er betrachtete die Stärkung der Sicherheits- und Militärinstitutionen sowie der Cybersicherheit als eine der Hauptprioritäten der Regierung.
Der Premierminister des Iraks wies auf das Ende des Mandats der internationalen Koalition am 30. September hin und betonte die Bedeutung der Vertiefung der sicherheits-, militär- und verteidigungspolitischen Zusammenarbeit mit den Partnern des Iraks und fügte hinzu, dass die Position des Iraks als Handels- und Energiepassage angesichts seiner strategischen Lage, die den Persischen Golf mit Asien, der Türkei und Europa verbindet, gestärkt werden wird.
Er sprach auch über das Entwicklungsstraßenprojekt und sagte, dass dieses Projekt den Persischen Golf über ein Netzwerk von Straßen und Eisenbahnlinien mit einer Länge von über 1.900 Kilometern mit Europa verbinden wird. Al-Saidi betonte, dass der Irak bestrebt ist, über Vereinbarungen und politische Rahmenbedingungen hinauszugehen und in die Umsetzungsphase einzutreten, wobei der Erfolg dieses Plans durch das Maß an Investitionen, die Schaffung von Arbeitsplätzen, den Technologietransfer und die Entwicklung der Fähigkeiten des Iraks bestimmt wird.
Der Premierminister des Iraks betonte schließlich das Ziel Bagdads, einen stärkeren, stabileren und souveränen Irak aufzubauen und die Partnerschaft mit Frankreich durch die Vertiefung der Beziehungen zu Europa zu stärken und auszubauen.
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