Im neuesten Bericht der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEA) wurden erstaunliche Details über die Bemühungen Syriens zum Bau eines geheimen Kernreaktors veröffentlicht. Der Bericht untersucht zwei Standorte in Syrien, von denen einer in Deir ez-Zor liegt und der andere an einem unbekannten Ort, der der Agentur vorgestellt wurde. Dieser Reaktor war laut den Aussagen von Agenturvertretern so weit fortgeschritten, dass er in der Lage gewesen wäre, die für die Herstellung von Kernwaffen benötigten spaltbaren Materialien zu produzieren.
Ein Projekt im Schatten
Der Direktor der Internationalen Atomenergie-Organisation, Rafael Grossi, betonte in seinen Aussagen, dass Beweise darauf hindeuten, dass die frühere syrische Regierung geheime Aktivitäten durchgeführt hat und nicht wollte, dass die Welt von ihren nuklearen Programmen erfährt. Er stellte klar, dass dieser Reaktor aufgrund seiner technischen Merkmale und speziellen Konfiguration äußerst effizient in der Produktion von spaltbarem Material ist.
Einige Quellen glauben, dass syrische Beamte möglicherweise in der Vergangenheit Explosionen durchgeführt haben, um jegliche Möglichkeit von Untersuchungen zu diesem Projekt zu beseitigen. Darüber hinaus hat die Agentur festgestellt, dass es am Standort Deir ez-Zor eine Fabrik zur Herstellung von Kernbrennstoff und einen Ort zur Lagerung von Uranabfällen gibt.
Fortdauernde Unklarheiten
Trotz dieser neuen Informationen hat das Zentrum für wissenschaftliche Forschung und internationale Sicherheit (ISIS) auf die verbleibenden Fragen und Unklarheiten zu diesem Projekt hingewiesen. Dieses Zentrum hat erklärt, dass, obwohl die neuen Details die früheren Bemühungen bestätigen, immer noch nicht genügend Informationen über den vollständigen Umfang dieses Projekts und Syriens Kooperationen mit Nordkorea vorliegen.
In den letzten Jahren stand Syrien unter intensiver internationaler Beobachtung, und im Jahr ۲۰۱۱ erklärte die Agentur, dass diese Standorte wahrscheinlich Gastgeber eines Kernreaktors gewesen seien. Grossi wies auch darauf hin, dass die Entscheidung, die Akte zu diesem Thema zu schließen, im Ermessen des IAEA-Vorstands liegt und derzeit keine Untersuchungen zu möglichen Verbindungen mit Nordkorea durchgeführt wurden.



