Die Europäische Union hat sich zum Ziel gesetzt, ihre heimischen Industrien zu stärken und die Abhängigkeit von ausländischen Wettbewerbern zu verringern, indem sie die Gesetze zur öffentlichen Auftragsvergabe reformiert. Diese Reformen bedeuten grundlegende Veränderungen in der Art und Weise, wie Anbieter in den ۲۷ Mitgliedstaaten dieses Wirtschaftsblocks bewertet und ausgewählt werden.
EU-Beamte und die Betonung der Bedeutung von Aufträgen
Laut EU-Beamten hat der Markt für öffentliche Aufträge in Europa einen jährlichen Wert von rund ۲,۶ Billionen Euro, was ۱۵ Prozent des Bruttoinlandsprodukts dieser Region entspricht. Von diesem Betrag werden jährlich etwa ۶۰۰ Milliarden Euro an öffentlichen Aufträgen in diesen ۲۷ Ländern ausgeschrieben. Diese Zahlen spiegeln die wirtschaftliche und strategische Stärke dieses Sektors wider.
Die Beamten der Union sind der Ansicht, dass die Nutzung dieser Aufträge als Instrument zur Förderung industrieller und wirtschaftlicher Strategien in einer Zeit, in der China, Indien und die Vereinigten Staaten ebenfalls Fortschritte in diesem Bereich anstreben, von entscheidender Bedeutung ist. Daher zielen die neuen Reformen darauf ab, die Bürokratie zu reduzieren und die Ausschreibungsprozesse für kleinere Unternehmen zu erleichtern.
Änderung der Kriterien zur Auswahl von Anbietern
Die vorgeschlagenen Reformen beinhalten eine Reduzierung der Seitenzahl der Vorschriften von ۹۰۰ auf ۲۰۰ und die Schaffung einer einheitlichen Plattform für öffentliche Ausschreibungen. Diese Änderungen ermöglichen es den lokalen Behörden, bei der Bewertung von Anbietern mehr Augenmerk auf Kriterien wie Versorgungssicherheit, Nachhaltigkeit und die Bevorzugung europäischer Produkte zu legen, und nicht nur auf den Preis.
Die Beamten der Union betonen, dass viele lokale Beamte die bestehenden Befugnisse zur Auswahl europäischer Unternehmen anstelle von ausländischen Anbietern nicht nutzen. In diesem Zusammenhang ermöglichen sie den lokalen Behörden, europäische Busse anstelle von chinesischen Bussen auszuwählen und damit die Förderung inländischer Produkte zu priorisieren.




