Vielleicht kennen Sie diese Situation; Sie nehmen Ihr Handy in die Hand und schauen kurz in die sozialen Medien, und plötzlich stellen Sie fest, dass eine Stunde vergangen ist und Sie immer noch scrollen. Das ist genau das Design, vor dem Forscher und Aktivisten warnen, zielgerichtet und süchtig machend.
Algorithmen und Sucht
Algorithmen sind eine Reihe von Anweisungen, die sozialen Plattformen helfen, die Lieblingsinhalte der Nutzer vorherzusagen und anzuzeigen. Diese Systeme passen die empfohlenen Inhalte basierend auf dem, was sie aus Ihrem Online-Verhalten lernen, an. Aber wissen Sie, dass diese Funktionen so gestaltet sind, dass sie die Menschen stärker einbinden?
Experten warnen, dass diese Funktionen zu einer Sucht führen können, die der Sucht nach Drogen ähnelt. Durch Methoden wie „endlose Feeds“ und „intermittierende Belohnungen“ schaffen diese Plattformen einen Kreislauf von Suche und Erwartung, indem sie das Dopaminsystem des Gehirns stimulieren. Dieser Kreislauf kann uns in Richtung extremer Inhalte lenken und uns allmählich von der realen Welt entfremden.
Risiken und Folgen
Die Risiken dieser Empfehlungssysteme sind offensichtlich; laut einigen Experten können diese Algorithmen Jugendliche zu schädlichen und sogar gewalttätigen Inhalten führen. Studien zeigen, dass soziale Inhalte Nutzer zufällig in Richtung negativer Gemeinschaften und Influencer lenken können, wo Hass und Gewalt gegen Frauen gefördert werden.
In Australien wird derzeit ein neuer Vorschlag geprüft, der es Nutzern ermöglicht, sich von diesen Algorithmen abzumelden und den Plattformen vorschreibt, für den Schutz von Nutzern unter ۱۸ Jahren vor schädlichen Inhalten verantwortlich zu sein. Dieser Vorschlag ermöglicht es den Nutzern, einen einfacheren Feed ohne Störungen von Freunden und Familie zu haben. Aber wird wirklich jemand diese Option wählen?
Umfragen zufolge ist nur einer von fünf Personen daran interessiert, diese personalisierten Empfehlungen abzuschalten. Es scheint, dass die Algorithmen ihre Arbeit gut machen und die Mehrheit der Nutzer nicht auf ihre persönlichen Erfahrungen verzichten möchte.




