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Freitag, 18. September 2026
Umfassende Festnahmen in der Türkei versetzen die LGBTQI+-Gemeinschaft in Angst
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Umfassende Festnahmen in der Türkei versetzen die LGBTQI+-Gemeinschaft in Angst

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منبع تصویر: rfi.fr

Die jüngsten Festnahmen in der Türkei zeigen eine Zunahme der Repressionen gegen die LGBTQI+-Gemeinschaft, die internationale Reaktionen und Proteste auf der ganzen Welt ausgelöst haben.

Umfassende Festnahmen in der Türkei im Zuge von Polizeieinsätzen gegen LGBTQI+-Gruppen haben große Besorgnis in dieser Gemeinschaft und internationale Reaktionen ausgelöst. Insbesondere in den letzten Tagen wurden mindestens 82 Personen in mehreren Provinzen der Türkei aufgrund von Aktivitäten im Zusammenhang mit den Rechten von LGBTQI+ festgenommen.

Beschreibung der Ereignisse und Dimensionen der Repression

Diese Einsätze, die am Samstag begonnen wurden, umfassten koordinierte Razzien gegen neun LGBTQI+-Organisationen, Clubs, Cafés und Wohnungen. Die Vorwürfe beinhalten Aktivitäten im Zusammenhang mit den Rechten von LGBTQI+, Prostitution und andere Straftaten, jedoch wurden viele der Festgenommenen nicht wegen der Unterstützung der Rechte von Homosexuellen angeklagt. Der Justizminister, Akın Gürlek, hat angekündigt, dass gegen 162 Personen, einschließlich neun Vereinen und 13 Unternehmen in 15 Provinzen der Türkei, rechtliche Schritte eingeleitet werden.

Diese Festnahmen haben weitreichende internationale Reaktionen hervorgerufen. Das Büro des Hochkommissars für Menschenrechte der Vereinten Nationen hat die Türkei aufgefordert, die Menschenrechte ohne Diskriminierung aufgrund der sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität zu achten und sofort Personen freizulassen, die illegal festgenommen wurden. Am Freitag fanden Proteste vor den türkischen Botschaften in verschiedenen Städten, darunter Paris, Brüssel, London, Oslo und Washington, statt.

Reaktion der Gemeinschaft und politische Reaktionen

Die Demonstrierenden in der Türkei, insbesondere vor dem Hauptgericht in Istanbul, haben erklärt, dass sie die Unterstützung für die LGBTQI+-Gemeinschaft fortsetzen werden. Eine der Protestierenden namens Ayş, erklärte: "Ich bin hier, weil ich sagen möchte, dass die LGBTQ+-Freunde in diesem Land nicht allein sind." Sie fügte auch hinzu, dass die Bedingungen zur Unterstützung dieser Gemeinschaft in der Türkei äußerst schwierig sind.

Öğül Saki, Abgeordnete der Oppositionspartei DEM, war ebenfalls an diesen Protesten beteiligt und hat ihre parlamentarische Immunität gegen Festnahmen genutzt. Saki sagte: "Diese Repression gegen LGBTQ+-Personen ist ein Versuch, die Gemeinschaft auf eine bestimmte Art und Weise zu komprimieren." Sie betonte, dass die Gemeinschaft gleichberechtigt und frei leben sollte und dass niemand aufgrund seiner Identität diskriminiert werden darf.

Die Maßnahmen der Polizei und der türkischen Regierung sind stark auf Kritik seitens der Europäischen Union und Menschenrechtsorganisationen gestoßen. Der Vertreter von Human Rights Watch in der Türkei, Emma Sinclair-Webb, hat diese Maßnahmen als Versuch beschrieben, Personen aufgrund ihrer sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität zu ignorieren und zu stigmatisieren.

Diese Repressionen werden als Teil eines umfassenderen Versuchs beschrieben, jede Art von Opposition gegen die Regierung zu unterdrücken. Sinclair-Webb erklärte, dass diese Einsätze im Kontext einer viel umfassenderen Repression betrachtet werden sollten, die jeden umfasst, der als Regierungsgegner angesehen wird.

Quelle: rfi.fr

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