Wenders, der berühmte deutsche Regisseur, hat auf dem Filmfestival von Venedig kürzlich seine kontroversen Äußerungen über die Beziehung zwischen Film und Politik erneut angesprochen. Während er seinen neuen Film über den Schweizer Architekten Peter Zumthor präsentierte, reagierte er auf die Kritiken und Missverständnisse, die zu seinen Äußerungen entstanden waren.
Unterschiedliche Perspektiven
Während des Filmfestivals in Berlin im Februar hatte Wenders den Journalisten gesagt, dass Filmemacher "nicht wirklich in die Politik eintreten können". Diese Äußerungen wurden gemacht, als er gefragt wurde, was er von Deutschlands Unterstützung für Israel während des Gaza-Kriegs halte. In Venedig erklärte er jedoch, dass er damit meinte, "wir sind das Gegenteil von Politikern. Wir haben Empathie, während Politiker ohne Empathie handeln."
Wenders betonte, dass "wir nicht mit der Denkweise von Politikern arbeiten, sondern mit der Denkweise von empathischen Menschen. Wir streben nach Veränderung und wollen nicht falsch zitiert werden. Wir müssen der Politik näherkommen, denn wir sind gegen die Politik!"
Aussagen anderer Künstler
Bei der Eröffnungs-Pressekonferenz des Festivals in Venedig sprach auch Maggie Gyllenhaal, die Vorsitzende der Jury, über dieses Thema und sagte, dass Filme "grundlegend und unbestreitbar politisch sind". Der Gaza-Krieg ist zu einem der zentralen Themen der Politik auf europäischen Filmfestivals geworden, und Branchenaktivisten werden regelmäßig zu diesem Thema befragt.
Angesichts der jüngsten Entwicklungen im Gaza und der unterschiedlichen Meinungen unter den Künstlern scheint es, dass Filmemacher nicht nur im künstlerischen Bereich, sondern auch im politischen Raum Einfluss haben. Wenders hat als wichtige Figur im Kino dieses Thema erneut ins Rampenlicht gerückt und über die Möglichkeiten des Films gesprochen, soziale und politische Veränderungen herbeizuführen.