Der Präsident Frankreichs, Emmanuel Macron, gab am Freitag in einer Pressekonferenz bekannt, dass sein Land zur Verringerung der Abhängigkeit von der Straße von Hormus die Zusammenarbeit mit dem Irak und Jordanien zum Bau einer Öl- und Gasleitung vom Irak zum europäischen Markt beginnt.
Strategische und diplomatische Ziele
Macron wies in dieser Sitzung darauf hin, dass die Energiekrise nicht nur Frankreich betrifft, sondern alle Länder des europäischen Kontinents beeinflusst hat. Er fügte hinzu: "Wir streben eine friedliche Lösung zum Schutz der Schifffahrt in der Straße von Hormus an." Der Präsident Frankreichs verwies auch auf die Möglichkeit eines Abkommens zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran zur Verringerung der aktuellen Spannungen.
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Diese Äußerungen wurden nach dem Besuch von Ali Falah al-Zaydi, dem Premierminister des Irak, in Paris und der Unterzeichnung von sechs Kooperationsvereinbarungen zwischen den beiden Seiten im Élysée-Palast gemacht. In diesen Vereinbarungen wurden Gespräche über mehrere Energieprojekte begonnen, die zur Stärkung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit zwischen Frankreich und dem Irak beitragen können.
Details des Pipelineprojekts
Basierend auf dieser Vereinbarung prüfen die TotalEnergies und die irakische Regierung mehrere neue Projekte auf der Grundlage umfangreicher Investitionen. Patrick Pouyanné, der CEO von TotalEnergies, erklärte in einer Stellungnahme, dass sein Unternehmen aktive Gespräche führt, um Anteile an einem Konsortium zu erwerben, das den Bau der Pipeline Basra-Baniyas plant. Es wird berichtet, dass TotalEnergies anstrebt, einen Anteil von 10 Prozent an diesem Konsortium zu erwerben.
Dieses Konsortium umfasst das amerikanische Unternehmen Chevron, das qatarisch-syrische Unternehmen UCC Holding und das amerikanische Investmentunternehmen TI Capital. TotalEnergies gab im August bekannt, dass es diesem Konsortium beitreten wird. Die genannte Pipeline ermöglicht den Transport von Öl aus den südlichen Feldern Basras zum Hafen Baniyas an der Mittelmeerküste Syriens und dann nach Europa.
Experten der Branche schätzen die Gesamtkosten dieses Projekts auf etwa 15 Milliarden Dollar, und der Bau wird mindestens vier Jahre in Anspruch nehmen. Angesichts der bestehenden Spannungen in der Region könnte dieses Projekt dazu beitragen, die Abhängigkeit Europas von Energiequellen über die Straße von Hormus zu verringern.
Derzeit stört der Krieg zwischen den Vereinigten Staaten und Israel mit der Islamischen Republik Iran und die Schließung der Straße von Hormus einen Großteil der täglichen Exporte von 3,5 Millionen Barrel aus dem Irak. Der Irak, dessen Ölkunden zuvor hauptsächlich asiatisch waren, exportiert jetzt Rohöl über Tanker durch Syrien und nutzt die Pipeline zum Hafen Ceyhan in der Türkei.
Diese neuen Entwicklungen im Energiesektor könnten erhebliche Auswirkungen auf die globalen Märkte und die diplomatischen Beziehungen zwischen den Ländern der Region haben. Angesichts der Abhängigkeit europäischer Länder von ausländischen Energiequellen wird dieses Projekt als wichtiger Schritt zur Sicherung der Energieversorgung und zur Verringerung regionaler Spannungen angesehen.
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